Homemade KW-Transceiver


Nach vielen Jahren Inaktivität in Sachen Amateurfunk kam mir vor etwa drei Jahren ein Glücksfall gerade recht, mich auf den Amateurfunkbändern wieder hören zu lassen. Es sollte nicht mehr mit dem FT-DX-505 sein - obwohl noch vollkommen intakt - und es mußte auch keiner der modernen Transceiver sein. Eine eigene Konstruktion schwebte mir schon eine geraume Zeit vor, aber es fehlte an passenden Transistoren für die Senderendstufe. Im letzten Moment konnte ich im QRL ein 48 MHz-Laserendstufenmodul für 600W vor der Verschrottung retten. Ich sprach also vor und man überlies mir das Teil großzügig zum Nulltarif. Acht Stück MRF429 und 2mal MRF138 von Motorola waren heile auf dem Board, dem Senderbau stand fast nichts mehr im Wege. Ein Konzept für den Empfänger hatte ich schon länger aufgezeichnet.

Das Ergebnis nach einem Jahr Bauzeit


Technische Daten

Empfänger Frequenzbereich durchgehend 0 - 30 MHz
Einfachsuper ohne HF-Vorstufe
Hochstrommischer
ZF 9 MHz
Betriebsarten LSB, USB, CW, AM und FM
Sender Frequenzbereich 1,8 - 30 MHz
Betriebsarten wie Empfänger jedoch ohne AM
Ausgangsleistung 50W PEP, 25W FM
VFO  Digitaler Direct Synthesizer nach VU3CNS
Frequenzeingabe per Tastenfeld oder Drehknopf
Abstimmschritte von 1Hz - 10 MHz
zwei VFO
SPLIT und RIT-Funktion
19 Memory-Kanäle ablegbar
Eichfunktion auf 10 MHz
Mode und Bandausgänge zur Steuerung der Peripherie
Standard-LCD-Display 2x16 Zeichen
Stromversorgung 28V DC 0,4/6A
Weitere Daten 5-gliedrige Sendertiefpässe für jedes Amateurfunkband
SWR-Messbrücke und ALC

Den kompletten Schaltplan im Detail zu besprechen, würde sicher den Rahmen dieser Seite sprengen. Anhand des Blockschaltbildes möchte ich jedoch die wichtigsten Funktionsblöcke und deren verwendete Bauteile aufzeigen.
Ich bin jederzeit bereit, interessierten OMs den Gesamtschaltplan im pdf-Format per E-mail zuzusenden. Bitte einfach anfragen!

BLOCKSCHALTBILD


Das vorstehende Bild zeigt die Oberseite des zweiteiligen Gehäuses. Hier sind alle Module des Empfängers untergebracht. Das Gerät wurde nachträglich für FM-Betrieb erweitert, die beiden Zusatzteile sehen deshalb etwas "deplaziert" aus. Controller und Digitaler Direktsynthesizer sind noch in zwei Alu-Druckgussgehäusen untergebracht - zwischenzeitlich habe ich eine Variante entwickelt, die in einer dieser Boxen Platz findet.

Der Sender und seine zugehörigen Teile befindet sich zwecks der räumlichen Entkopplung auf der Unterseite des Chassis, wie folgende Aufnahme verdeutlicht.



Sendertreiber und PA-Transistoren sind an der Rückseite gut wärmekoppelnd mit dem aussenliegendem Kühlkörper montiert.
Ein kleiner Lüfter ist zwar dort erkennbar, dieser hat aber eher eine Alibi-Funktion. Auch ohne diesen kleinen Windmacher kommt die PA auch bei Dauerbetrieb nicht ins Schwitzen.

Zum Schluß noch ein Bild der Rückwand meines Transceivers mit den so üblichen Anschlüssen.

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