LOEWE OPTA Komet






Dieses LOEWE-Radio ist auf den ersten Blick ein typischer Vertreter der Endfünfziger mit Standard-Röhrenbestückung und Bedienelementen.
Als Besonderheit hat es aber zwei Kurzwellenbereiche - KW1 von 3-7 MHz empfängt auch die Bänder 90m, 75m und 60m, eher ungewöhnlich für ein Heimradio.
Daß man damit auch Amateurfunk im 80m-Band hören könnte hatte wohl auch der letzte Besitzer erkannt.
In der Rückwand war ein 1K-Potenziometer eingebaut und die drei Drähte verschwanden irgendwie unter dem Chassis.
Bei der Aufarbeitung des Gerät kam dort eine kleine Zusatzschaltung zum Vorschein, aufgebaut mit modernen Bauteilen und auf einer neuzeitlichen Lötpunktrasterplatte. Das Gebilde konnte höchstens 6-7 Jahre alt sein. Ein Bastler mit Ambitionen zum Amateurfunk hatte einen ZF-Oszillator mit Transistor und Ankopplung an die Demodulatordiode der EABC80 eingebaut.
Die Versorgung von ca.6V griff er von der Kathode der EL84 ab, mit Hilfe des Potis in der Rückwand konnte der BFO zum Schwingen gebracht werden. Genial gelöst!!
Schade, daß ich vermutlich nicht mehr herausbekomme, wer der findige Tüftler war.



Die eingebaute Leiterplatte




Der Schaltplan des Zusatzes



 

Baujahr 1959/60
Geräte-Bezeichnung Komet 4750w
Wellenbereiche UKW - 2xKW - MW - LW
Röhrenbestückung ECC85 - ECH81 - EF89 - EABC80 - EL84 - EM84
Besonderheiten Zwei KW-Bereiche, Empfang des 90m, 75m und 60m-Bandes

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